Homöopathen388 Homöopathen ohne Grenzen, Projekt Ecuador 2016;

Dr. Adriena Stelzig

Bild von Frau Dr. Adriena Stelzig

Allgemeinmedizinerin 1010 Wien

Schwerpunkt: Homöopathie, Bioresonanz, Kinesologie

Homöopathen ohne Grenzen, Projekt Ecuador 2016

Kurzinfo

Die Projektgruppe ist im November zurückgekehrt. Im Mittelpunkt der Reise stand die erste Hilfe bei der Geburt. Nicola Lehmkühler berichtet über die spannende Arbeit im tropischen Regenwald.

Detailinfo

Der Kurs in Puyo ist auf neue Beine gestellt: wir haben einen wunderschönen neuen Unterrichtsort in einem botanischen Garten, wo wir themenbezogen Mittel zur Ersten Hilfe bei der Geburt unterrichten. Der Intercambio macht die Unterschiede zwischen den verschiedenen Nacionalidades deutlich, aber auch viele Ähnlichkeiten. Die „partera“ weiß, welche Heilpflanzen bei der Geburtsvorbereitung unterstützend helfen. Viele Pflanzen können wir direkt im Medizinpflanzengarten der Finca finden.

Die Frauen arbeiten bis kurz vor der Entbindung; durch Fühlen der Kopftemperatur weiß die Geburtshelferin, wann es so weit ist. Eine "partera“ – eine erfahrene Mutter oder Tante – hilft der jungen Mutter, die sich während der Geburt nicht hinlegen darf, sondern am Seil hockend entbindet. Die ganze Zeit herrscht eine sehr
ruhige, geborgene Stimmung. Im Gegensatz zu dieser friedlichen und sicheren Umgebung empfinden die Indigenen eine Entbindung im Krankenhaus als sehr traumatisch und als Verletzung ihrer Intimsphäre.

Eine unserer Teilnehmerinnen lädt uns ein, die Shiwiar, eines der bedrohten Völker Amazoniens, eine Flugstunde von Puyo entfernt zu besuchen. Insgesamt leben ca. 1000 Shiwiar in elf Dörfern im Regenwald. Wir fliegen nach Kambantsa: hier wohnen ca. 30 Einwohner in sechs Familien noch sehr ursprünglich mit wenig Kontakt zur westlichen Welt. Das nächste Dorf mit ca. 300 Einwohnern ist drei Stunden Fußmarsch durch den Regenwald entfernt.

Die Dorfgemeinschaft wirkt sehr glücklich und
gesund, es wird extrem viel gelacht, die Frauen sind – bei klarer Aufgabenteilung – gleichberechtigt. In der kleinen Dorfschule, in der normalerweise ca. 10 Schüler von der ersten bis zur siebten Klasse Lesen, Rechnen und Spanisch lernen, unterrichten wir vier
homöopathische Erste-Hilfe-Mittel. Das ganze Dorf
und einige extra aus dem Nachbardorf angereiste
Teilnehmer lauschen interessiert und lernwillig, auch wenn vieles nochmal auf Shiwiar erklärt werden muss. Nachmittags üben sie fleißig für die „Prüfung“ am nächsten Tag.

Wir dürfen mit in die Berge gehen, um „gusano“ zu ernten. Vor vier Monaten wurden zwei Palmen gefällt, deren Stämme nun aufgehackt werden. Im Stamm haben sich Raupen vom Palmherz ernährt und sind zu prächtigen Exemplaren herangewachsen. Wir sammeln ca. 50 Raupen aus den Stämmen, die Indigenen probieren die ersten direkt im Wald. Knusprig gegrillt mit etwas Salz sind sie wirklich eine Delikatesse.

Die jüngeren Frauen wissen leider nur sehr wenig über die traditionellen Heilpflanzen, vielleicht konnte unser Kurs einen Impuls geben, dass die Älteren ihr Wissen weitergeben. Es ist ein großes Geschenk für uns, dass wir dieses ursprüngliche Leben im Regenwald miterleben durften. Die Natur stellt fast alles zur Verfügung, was man
zum Leben braucht. Nur wenige Dinge, wie z.B. Salz, Seife oder Kochtöpfe werden in der Stadt gekauft. Hoffentlich kann diese naturnahe Lebensweise in möglichst vielen Dörfern erhalten bleiben!!!

Wir freuen uns, wenn Sie unser Projekt in Ecuador unterstützen.
IBAN: DE42 2512 0510 0009 4368 12, BIC: BFSW DE33 HAN
ecuador@homoeopathenohnegrenzen.de www.homoeopathenohnegrenzen.de

2016-12-20 17:32:41