Antibiotika362 Antibiotika bei Harnwegsinfekt;

Dr. Adriena Stelzig

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Allgemeinmedizinerin 1010 Wien

Schwerpunkt: Homöopathie, Bioresonanz, Kinesologie

Antibiotika bei Harnwegsinfekt

Kurzinfo

In einer Studie wurde festgestellt, dass 2/3 der Patientinnen mit unkomplizierten Harnwegsinfekten ohne Antibiotikum ausgekommen sind. Die homöopathische Therapie ist eine gute Möglichkeit der Behandlung und Vorbeugung.

Detailinfo

buprofen versus fosfomycin for uncomplicated urinary tract infection in women: randomised controlled trial
BMJ 2015; 351 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.h6544 (Published 23 December 2015)Cite this as: BMJ 2015;351:h6544 Ildikó Gágyor et al.

In dieser 2015 veröffentlichten Studie wurde die Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfekte von Frauen ("Blasenentzündung") mit einem Antibiotikum (1 Gabe Fosfomycin 3g) im Verglich zu einem entzündungshemmenden Schmerzmittel (3x400 mg Ibuprofen für 3 Tage) untersucht. In beiden Gruppen wurde bei Verschlimmerung oder bei Auftreten von Komplikationen zusätzlich antibiotisch behandelt.
2/3 der Frauen der Ibuprofen-Gruppe brauchten kein Antibiotikum. Allerdings waren die Symptome in der Antibiotikum-Gruppe leichter, und auch die Rate an Komplikationen (Nierenbeckenentzündung) geringer.

Unkomplizierte Harnwegsinfekte sind häufig, sie sind der Grund für etwa 25 % aller Antibiotika-Verschreibungen. Vermehrte Antibiotika-Gaben tragen zu zunehmenden Resistenzraten bei. Escherichia coli, der häufigste Erreger von Harnwegsinfekten, wird zunehmend resistent gegen gängige Antibiotika.

Die meisten medizinische Richtlinien empfehlen Antibiotika als Erstbehandlung für Harnwegsinfekte. Da diese jedoch oft selbstlimitierend verlaufen, ist es durchaus legitim, Alternativen anzubieten.
HOMÖOPATHISCHE BEHANDLUNG reduziert die Symptome und führt zu einer rascheren Heilung. Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen sollte eine konstitutionelle Therapie stattfinden, individuell und auf die Persönlichkeit abgestimmt.

Kurzfristige Verlaufskontrollen sollten sowohl bei schul-, als auch bei komplementärmedizinischer Behandlung, selbstverständlich sein.

2016-08-14 12:15:43