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Dr. Adriena Stelzig

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Allgemeinmedizinerin 1010 Wien

Schwerpunkt: Homöopathie, Bioresonanz, Kinesologie

Fieber

Kurzinfo

Von Fieber spricht man normalerweise bei einer Temperatur über 38°C, zwischen 37 und 38°C von erhöhter Temperatur. Kinder tolerieren im Normalfall auch höheres Fieber wesentlich besser als Erwachsene, diese können sich oft schon bei erhöhter Temperatur schwer krank fühlen.

Detailinfo

Fieber ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Meist handelt es sich um eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion. Daher ist es normalerweise nicht sinnvoll, die Temperatur mit Medikamenten sofort zu senken.
Eine Ausnahme sind chronisch kranke oder alte Menschen, und Kinder die schon einmal einen Fieberkrampf hatten. Wenn der Patient das Fieber schlecht toleriert (z.B. Kreislaufbeschwerden) oder Schmerzen hat, wird man auch eher zu einem fiebersenkenden Medikament greifen. Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung ist BETTRUHE. Der Körper braucht seine ganze Energie, um mit dem Infekt fertig zu werden. Auch das ist ein Grund, das Fieber nicht künstlich zu unterdrücken - ein fieberndes Kind wird eher im Bett bleiben, der Erwachsene nicht ins Büro hetzen.

Im Anfangsstadium haben die Patienten oft Schüttelfrost, frieren auch subjektiv, haben ev. eiskalte Hände/Füße, obwohl die Körpertemperatur schon über der Norm liegt. In dieser Phase ist warm zudecken hilfreich, ev. auch ein Thermophor. Homöopathisch ist in dieser Phase des Fieberanstiegs oft ACONITUM D oder C30 angezeigt, 1 – 3 Gaben, alle 30 Minuten. Bei Besserung der Beschwerden das Mittel pausieren, bei Änderung auf ein anderes wechseln. Bei fehlender Besserung ebenfalls nach der 3. Gabe auf ein anders Mittel wechseln bzw. sich Hilfe holen.

Nach dieser Phase des Anfieberns kommt es oft zu einem Schweißausbruch, wobei auch der Patient das Bedürfnis nach Abkühlung hat. Dem kann man ruhig nachgeben, nur dünn zudecken, ev. lauwarme Wadenwickel anwenden.
Das wichtigste homöopathische Mittel bei hohem Fieber mit Schwitzen ist BELLADONNA D oder C30, die Dosierung wie bei Aconitum.

Es gibt Patienten, die auch relativ hohes Fieber gut tolerieren – das Kind spielt, der Erwachsene liest Zeitung und ist weitgehend zufrieden. In diesem Fall ist FERRUM PHOSPHORICUM D12 angezeigt, je nach Schwere der Erkrankung 1-3x täglich 5 Globuli. Ferrum phosphoricum kann man auch als Folgemittel von Aconitum und/oder Belladonna geben, 1x täglich bis zur völligen Genesung.

Bei Fieber verliert der Körper mehr Wasser als sonst, deshalb ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Der Appetit ist meist schlecht, man braucht die Patienten nicht zum Essen zwingen. Eine Suppe wird meist gerne gegessen, sonst kann man sich ruhig nach den Wünschen des Patienten richten.

Bei sehr hohem und anhaltendem Fieber, Komplikationen (besonders Herz-Kreislauf), schlechtem Allgemeinzustand, oder auch wenn Sie sich unsicher fühlen, bitte ARZT KONSULTIEREN.

Es gibt noch viele andere homöopathische Fiebermittel, die je nach Beschwerdebild verschrieben werden.

2015-11-22 15:39:02